Sportlicher Stadtrundgang - Vierter FRANKLIN Meilenlauf zieht erneut tausend Sportler an

Es ist der wohl rasanteste Streifzug über drei Mannheimer Konversionsflächen: Der FRANKLIN Meilenlauf, der auch in diesem Jahr wieder zahlreiche herausragende Athleten und ambitionierte Läufer anzog. Der Sieger Nikki Johnstone kam dabei mit einer neuen persönlichen Bestzeit ins Ziel – wie passend für den Mannheimer Konversionsprozess, der sich ja ebenfalls in Rekordzeit vollzieht.

Die Bedingungen für das diesjährige Rennen waren vom Start weg ideal: Sonne, angenehme Temperaturen, nicht zu viel Wind. Auf dem Platz vor der Sports Arena wuselten Sportler, Betreuer und Fans gespannt durcheinander. Zuerst war, wie alle Jahre, der Nachwuchs dran: Die Bambinis drehten eine Runde über das FRANKLIN Field, die Kids-Meile führte dann schon 1,6 Kilometer durch die Abraham-Lincoln-Allee und die George-Washington-Straße.

Zum Halbmarathon, dem eigentlichen Hauptlauf, dem 9-Meilen- sowie dem BUGA Team-Lauf starteten dann knapp 1.000 Teilnehmer. Die mit 21,0975 Kilometern längste –und bestenlistenfähige –Distanz verlief in ihrer vierten Ausgabe auch zum vierten Mal neu, hängt die genaue Streckenführung doch immer vom aktuellen Baufortschritt auf den Flächen ab. Läufer, die seit dem ersten Meilenlauf 2016 mit dabei sind, bekommen so einen beispiellosen Eindruck, wie schnell und wie umfassend der Konversionsprozess das Gesicht von Mannheims Norden verändert und grüner macht. Aber auch für Läufer, die in diesem Jahr erstmals an den Start gingen, ist der Meilenlauf ein Rundgang durch Vergangenheit und Zukunft der ehemaligen Militärflächen: Wo in vier Jahren die Bundesgartenschau BUGA 23 das Publikum beeindrucken soll, künden die kargen Betonberge der eben aufgebrochenen Flächen von den großen Anstrengungen, die auf SPINELLI gerade erst begonnen haben. Wo im vergangenen Jahr noch eine karge Mondlandschaft das Bild prägte, geht es in diesem Jahr vorbei an den grünen Hügeln, den Riesenschaukeln und dem lebhaften Treiben der Skateranlage des TAYLOR Parks. Und wo die Läufer vor vier Jahren fast Slalom durch die Abbruchhalden der ehemaligen Mannschaftsgebäude laufen mussten, leben mittlerweile fast 1.000 Pioniere. Auf FRANKLIN, Mannheims größter Konversionsfläche, ist der Kontrast zwischen dem was war und dem was kommt sicher am stärksten: Ihren Endspurt liefen die Sportler zuerst an den teils noch alten Sullivan Barracks am Waldrand entlang, bevor sie durch das Spalier der neuen und bereits bezogenen Gebäude auf FRANKLIN zurück zur Sports Arena kamen –und unter dem tosenden Applaus der Zuschauer über die Ziellinie rannten.

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